| Lindensee Laufserie 2011/2012 15km |
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| Geschrieben von: Klaus Kern | |||
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Tatort: Rüsselsheim 19.11.2011 Am schönsten ist es, wenn der Schmerz nachlässt. Oder nach dem Lauf ist alles verflogen, was einem so alles im Vorfeld im Kopf rumschwirrt und noch während des Rennens fragt: was soll das alles?. Der Wettkampf ist schnell erzählt: Mein Stammparkplatz war noch frei. Also mal wieder perfektes Timing bewiesen. Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Halle, wo Anmeldung, Kuchentheke und die restliche Logistik untergebracht sind. In Rüsselsheim ist zur 30. Austragung wie immer ein routiniertes Team am Werk. Völlig unaufgeregt schaffen es die Rüsselsheimer jedes Jahr eine wunderbare Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die Wettervorhersage hatte mal wieder kräftig daneben gegriffen. Statt der prognostizierten 6°C herrschten mindestens 12°C bei herrlichem Sonnenschein. Leider hatte ich die kurze Hose nicht dabei, so dass die 3/4-Hose zum Einsatz kam. Das sollte sich letztendlich als richtige Wahl erweisen. Um 14:30 Uhr wurde das Rennen gestartet. Meine heutige Vorgabe war lediglich, einfach mal alles ruhig angehen lassen und dann sehen, was so geht. Das war am anfang gar nicht so leicht, denn irgendwie musste ich in der Meute mitschwimmen. Aber nach km2 war alles schon sortiert. Ein kleine Gruppe hatte sich gebildet, die mir zu dem Zeitpunkt mein Tempo vorgab. Ich verzichtete darauf, bei jedem km auf die Uhr zu schauen, um mich komplett auf mein Gefühl zu verlassen. Die 21:31 bei km5 waren dennoch hart erarbeitet. Ich nahm mir vor, etwas Tempo rauszunehmen. Schließlich lagen noch 10km vor mir. Das nächste Drittel war dann auch das Schwerste in dem Rennen heute. Die langen Geraden zur, entlang und weg von der Startbahn waren schon elendig lang. Die vorher so gut harmonierende Gruppe file hier auseinader, nachdem zwei kräftig auf die Tube drückten. Das Tempo konnte und wollte ich nicht mitgehen. Na ja, beide kamen mir bei km14 wieder entgegen....... Kurz vor km 10 ging es wieder über die Autobahn. Ich versuchte mich wieder mehr nach den vor mir laufenden Mitstreitern zu orientieren. Die 21:52 für das zweite Drittel waren OK zu dem Zeitpunkt. Meine Beine waren schwer und mein leerer Magen fühlte sich auch etwas flau an. Am Besten mal kotzen.........neeee. Das richtige Rezept war, Gas geben. Also versuchte ich etwa bei km12 zu beschleunigen. Und siehe da, es ging noch was. Schnell zug ich eine kleine Gruppe hinter mir her, die waren wohl alle froh, das jemand die Initiative ergriff. Ein junge Läuferin, die bei km10 aus der Gruppe vor mir herausfiel, versuchte ich zu motivieren sich uns anzuschließen. Sie hatte zwar etwas Zweifel an Ihren Möglichkeiten, schloss sich aber dennoch an. Das sollte sich als die richtige Wahl erweisen. Im Ziel machte Sie uns im Sprint nieder. Sie war dann auch froh, auf meine Aufmunterung während des Rennens zu reagieren. Für sie war es das ersten Rennen über eine solche Distanz. Die Tempoverschärfung am Ende hat noch mal richtig weh getan. Und daduch wurde der letzte km mal wieder zur Qual. Immerhin konnte ich die weiteren Läufer der Gruppe im Schach halten. Die Endzeit von 1:05:24 war zwar jetzt keine wirkliche Verbesserung zum Zehner im Oktober, aber mir fehlen auch etwa 200km Training. So kann ich wirklich zufrieden sein. Besonders das Stehvermögen auf den letzten drei km hatte ich nicht im Vorfeld erwartet. Ohne den guten Kuchen zu genießen, machte ich mich schnell auf den Heimweg. Schließlich steht morgen ein Lauf von mehr als zwei Stunden an. Des gibts dann am Nachmittag mit etwa 20 Stunden Pause zum Wettkampf. Der nächste 10km-Lauf ist dann wieder im Januar. Euer Klaus
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